Foto Reent Stade

Stiftung EIN ZUHAUSE schafft neuen Wohnraum für Menschen in Wohnungsnot
Gundlach übergibt zweiten Bauabschnitt im Karl-Imhoff-Weg – erste Mieter ziehen im August ein

(Hannover, 17. Juni 2026) – Aus einer Baustelle wird ein Zuhause: Mit der symbolischen Schlüsselübergabe hat die Gundlach Bau und Immobilien GmbH & Co. KG den zweiten Bauabschnitt des Wohnprojekts der Stiftung EIN ZUHAUSE im Karl-Imhoff-Weg abgeschlossen. Sieben weitere Wohnungen stehen künftig Menschen zur Verfügung, die auf dem angespannten Wohnungsmarkt kaum Chancen haben. Der Einzug der ersten Mieterinnen und Mieter ist für Anfang August geplant.

Bis dahin werden die Außenanlagen fertiggestellt und die Wohnungen mit Einbauküchen ausgestattet. Küchen, Waschmaschinen und Trockner werden durch die Weihnachtsaktion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung finanziert. Darüber wird gesondert berichtet.

Bei der Schlüsselübergabe würdigten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Hannover, der Stiftung EIN ZUHAUSE, der Wohnungswirtschaft und der sozialen Arbeit die Bedeutung des Projekts für den Kampf gegen Wohnungsnot in Hannover.

Michael Rabe, Vorsitzender der Stiftung EIN ZUHAUSE, dankte den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern. In das Projekt sei viel ehrenamtliche Arbeit geflossen, ebenso die tatkräftige Unterstützung des Werkheim e.V. als Treuhänder der Stiftung. Angesichts der hohen Zahl wohnungsloser Menschen in Hannover seien die neuen Wohnungen zwar nur ein kleiner Beitrag zur Lösung eines großen Problems, jede einzelne Wohnung eröffne jedoch neue Perspektiven.

Dirk Felsmann, Baubeauftragter der Stiftung EIN ZUHAUSE, erinnerte an die große Zahl wohnungsloser Menschen in Hannover und dankte allen Beteiligten für die erfolgreiche Umsetzung. Besonders hob er die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Handwerksbetrieben und der Bauleitung hervor. Neu an diesem Bauabschnitt sei das Angebot für eine Großfamilie durch eine Vier-Zimmer-Wohnung. Zudem füge sich das Gebäude harmonisch in die bestehende Nachbarschaft ein.

Sylvia Bruns, Sozial- und Integrationsdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, zeigte sich beeindruckt von der kurzen Bauzeit. Sie bezeichnete das Vorhaben als zukunftsweisendes Projekt und würdigte insbesondere Andreas Sonnenberg, den scheidenden Vorstand des Werkheim e.V., der die Entwicklung der Stiftung und des Bauprojekts über viele Jahre maßgeblich vorangetrieben habe.

Nadine Otto, Geschäftsführerin der Gundlach Bau und Immobilien GmbH & Co. KG, erinnerte daran, dass seit der Grundsteinlegung lediglich 377 Tage vergangen seien. Mit Idee, Mut und Durchsetzungsvermögen sei ein vorbildliches Projekt entstanden. Als Symbol für weiteres Wachstum überreichte sie der Stiftung EIN ZUHAUSE ein Apfelbäumchen, das künftig im Garten des Hauses seinen Platz finden soll.

Im Anschluss übergab Otto den symbolischen Schlüssel an Michael Rabe, Andreas Sonnenberg und Erik Haß stellvertretend für die Stiftung EIN ZUHAUSE.

Erik Haß, Geschäftsführer der Sozialen Wohnraumhilfe des Diakonischen Werkes Hannover und Vorstandsmitglied der Stiftung EIN ZUHAUSE, betonte die langfristige Perspektive des Projekts. Ziel sei es, dauerhaft stabile Mietverhältnisse zu schaffen. Während der erste Bauabschnitt vor allem Wohnraum im Rahmen eines Housing-First-Projekts geschaffen habe, biete der zweite Bauabschnitt Wohnungen für Alleinstehende, Paare, Familien mit Kindern und erstmals auch für eine Großfamilie. „Diese Wohnungen sind kein Tropfen auf den heißen Stein, sondern ein wichtiger Puzzlestein im Kampf gegen Wohnungsnot“, sagte Haß.

Mit dem zweiten Bauabschnitt erweitert die Stiftung EIN ZUHAUSE ihr Engagement gegen Wohnungsnot in Hannover. Die sieben neuen Wohnungen bieten Wohnraum für Alleinstehende, Paare, Familien mit Kindern und erstmals auch für eine Großfamilie. Sie ergänzen den bereits bestehenden Wohnraum im Karl-Imhoff-Weg und schaffen neue Perspektiven für Menschen, die auf dem regulären Wohnungsmarkt häufig benachteiligt werden.

Die Stiftung EIN ZUHAUSE wurde gegründet, um Menschen in Wohnungsnot dauerhaft eine Perspektive zu bieten. Ihr Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und langfristig dem spekulativen Wohnungsmarkt zu entziehen. Durch dauerhafte Sozialbindungen sollen die Wohnungen auch künftigen Generationen von Menschen mit geringem Einkommen zur Verfügung stehen.

Während einer Führung durch das Gebäude informierten die Verantwortlichen über die Ausstattung der Wohnungen. Alle Wohnungen verfügen über eigene Abstellräume. Eine Neuerung gegenüber dem ersten Bauabschnitt sind die Balkone an mehreren Wohnungen in den Obergeschossen. Andreas Sonnenberg betonte, Ziel sei es gewesen, preisgünstig, aber wertig zu bauen und Wohnraum zu schaffen, der sich selbstverständlich in das Quartier einfügt. Die Rückmeldungen der Bewohnerinnen und Bewohner des ersten Bauabschnitts seien durchweg positiv: Sie fühlten sich dort zuhause und gut integriert.

Das Projekt im Karl-Imhoff-Weg zeigt, wie durch das Zusammenwirken von Stiftungen, öffentlicher Hand, Unternehmen, sozialen Trägern und privaten Unterstützerinnen und Unterstützern konkrete Lösungen gegen Wohnungsnot entstehen können. Besonderer Dank gilt der Gundlach Bau und Immobilien GmbH & Co. KG, die das Projekt als verlässliche Partnerin von der Planung bis zur Fertigstellung begleitet hat. Die Stiftung dankt zudem allen Spenderinnen und Spendern, Förderern und Partnern, die zur Realisierung des Projekts beigetragen haben.

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